Spurensuche-Gottesdienst zum 06.06.2021
                                                                    Geh aus mein Herz und suche Freud


Vorspiel


Eröffnung / Begrüßung
Gott spricht zu uns auf so vielfältige Arten und Weisen – und wir wollen auf ihn hören und das Gehörte vielfältig weitergeben – heute mit Hilfe eines Videos. Und so feiern wir auch diesen Gottesdienst im Namen des dreieinen Gottes,
im Namen des Vaters, der diese Welt und auch uns geschaffen hat,
im Namen des Sohnes, der die Liebe Gottes in unsere Welt hineingetragen hat
und im Namen des Heiligen Geistes, der uns auf andere Zeiten hoffen lässt!

 

Unser Anfang und unsere Hilfe stehen dabei im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat,
der Bund und Treue hält ewiglich
und der nicht loslässt das Werk seiner Hände. Amen


Liebe Gemeinde!
Schön, dass wir Sie auf diesem Weg erreichen. Das SPURENSUCHE-Team hat sich auf eine neue Spur begeben und will Ihnen heute etwas Hoffnung schenken – mit einem Video. Unter dem Motto „Geh aus mein Herz und suche Freud“ haben wir uns auf den Weg gemacht und kleine Videos gedreht – jede und jeder für sich. Und das, was dabei herausgekommen ist, das wird Sie hoffentlich erfreuen und gerade in dieser Zeit mit zuversichtlichen Gedanken beschenken. Denjenigen, die wir digital nicht erreichen, lassen wir diesen Gottesdienst auf diese Art und Weise zukommen. Wir werden an Sie denken und Sie vielleicht jetzt auch an uns. Und gegen 12.00 Uhr können wir uns zu einem digitalen Kaffeetrinken in einem Zoom-Meeting treffen. Seien Sie uns herzlich willkommen.


Bleibt mir noch, Sie auf den Wochenspruch der heute beginnenden Woche hinzuweisen, da sagt Jesu zu den seinen:
          Wer euch hört, der hört mich;
          und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10,16a
Mit anderen Worten können wir sagen: Unser Wort hat also Gewicht. So wünsche ich uns einen gesegneten Gottesdienst.

 



Eingangsgebet
Gott,
da sind wir wieder.
Anders als sonst – und doch miteinander.
Dir wollen wir auf der Spur sein,
Deine Spuren suchen und entdecken,
in Deiner Welt, in unserem Leben,
und so sind wir miteinander auf dem Weg zu Dir.
Wenn wir jetzt diesen Gottesdienst feiern
auf andere Art und Weise,
dann bitten wir Dich um Deinen Geist:
dass Du uns Augen und Ohren öffnest für Dich,
dass wir Dich entdecken in unserem Leben!
Das bitten wir Dich in Jesu Namen, Amen.

 


Lied zw Himmel und Erde 1 – Ich sing Dir mein Lied
Spurensuche: Das hieß bisher: die unterschiedlichsten Menschen kamen am Esstisch von Familie Diederichs/Seim zusammen, legten gemeinsam ein Thema fest und begannen zu überlegen, zu diskutieren, einzuordnen und zu sortieren. Muntere Treffen waren das, und aus dem anfänglichen Chaos der Gedanken und Ideen wurden dann meist ebenso muntere Gottesdienste, die das Gemeindeleben bereicherten.
Spurensuche: Das hieß im letzten Jahr: Wir hatten einen äußerst anregenden und dichten Gottesdienst zum Thema ‚Gebet‘. Da konnten wir uns noch begegnen, aber aus Vorsicht waren schon weniger da. Dann wollten wir open-air auf Spurensuche gehen, aber das angekündigte Wetter war schlecht. So haben wir den Gottesdienst nach drinnen verlegt.


Spurensuche: Das heißt – auch wir wollen immer wieder neue Wege und Möglichkeiten suchen. Und so kamen wir wieder am Esstisch Diederichs/Seim zusammen, aber diesmal digital. Und dann war sie auf einmal geboren, die Idee einer neuen Spurensuche. Gerade in dieser Corona-Zeit hat jede und jeder für sich ganz eigene Entdeckungen gemacht. Von der Vielfalt waren wir selbst ganz positiv überrascht. Diese Erfahrung, die wollten wir gerne teilen – und dann fiel meiner Frau auch noch Paul Gerhard, der 30jährige Krieg und sein später entstandenes Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ ein. Schon war die Idee zu dieser Spurensuche geboren.
Einige SpurenSucher*innen werden uns also ihre Entdeckungen und Erkenntnisse zeigen. Kommen Sie also mit auf Spurensuche!

 


Frau Anke Helfer führt uns in die Staudengärtnerei Arends Maubach
„Gehe aus mein Herz und suche Freud…“ … und was macht mir Freude gerade jetzt in der Coronazeit, wo so Vieles uns nicht möglich ist.
Als Erstes ist mir mein Garten eingefallen, in dem ich gerne herumwerkle, pflanze, bestaune, rieche und ernte. Dann ist mir die Staudengärtnerei Arends-Maubach in den Sinn gekommen, zu der ich immer wieder hingehe und die Blumenbeete durchstreife. Ein ganz wunderbarer Platz für eine Stauden- und Blumenliebhaberin wie mich, eben ein riesiger Garten zum Ansehen, darinsitzen und den Duft der Blumen riechen. Hier finde ich Freud, denn die Natur hat tausend Freuden die den, der sie sucht und mit warmem Herzen in ihren Tempel eintritt.
Dorothy Frances Gurney sagt. „Man ist dem Herzen Gottes nirgendwo näher als in einem Garten“ Und Sophie Alberti weiß: „Es liegt eine wunderbare Heilkraft in der Natur. Oft gibt der Anblick eines schönen Abendhimmels, der Duft einer Blume der bedrückten Seele Hoffnung und Lebensmut zurück.“

 


503,1+1 Geh aus mein Herz – schau an der schönen Gärten Zier


Frau Gaby Tiefland führt uns in den Wald
Wenn ich einen Wald betrete, komme ich augenblicklich zur Ruhe. Ich spüre den nachgiebigen Boden unter meinen Füßen und nehme den Lichteinfall zwischen den Ästen und Zweigen der Bäume wahr. Ich höre den Gesang der Vögel, beobachte Kleintiere, die an und in den Bäumen leben.
Meine Stimmung verändert sich. Alles Schwere und Belastende tritt in den Hintergrund. Ich erlebe die Bäume als Orte des Friedens, als Kraftspender und gleichzeitig Besänftiger aller meiner Sorgen und Ängste.
Das Grün der Blätter zeigt eine heilsame Wirkung, strahlt gleichzeitig Kraft aus und lässt mich fühlen, dass ich Teil eines großen Ganzen bin.
Hermann Hesse sagt über Bäume: „Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das Einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.“

 


Paul Gerhardt
… wurde vor mehr als 400 Jahren in Gräfenheinichen in der Nähe Wittenbergs geboren. Schon früh wurden er und seine drei Geschwister Waisen. Paul Gerhardt kam bereits mit Fünfzehn in die Klosterschule St. Augustin in Grimma. Gerhardt studierte an der Universität Wittenberg die Lutherische Orthodoxie und die Dichtkunst August Buchners. Zur Finanzierung seines Studiums arbeitete er als Hauslehrer. In Wittenberg fanden viele Zuflucht vor dem 30igjährigen Krieg, aber dort grassierte 1636/37 auch die Pest. Gerhardts Bruder Christian starb im Krieg als 32jähriger. In Wittenberg entstand auch Paul Gerhardts erstes Gedicht.
Es folgten viele Stationen im Leben Gerhardts. Von Wittenberg ging er nach Berlin und 1651 als Pfarrer nach Mittenwalde, wo er 1655 seine Frau Anna Maria heiratete. Als Diakon der Nicolaikirche kehrte er nach Berlin zurück. Ab 1658, nach dem Tod seiner Frau, war Gerhardt Pfarrer in Lübben im Spreewald. Fünf Kinder hatten er und seine Frau, jedoch starben vier schon im Baby- und Kindesalter. Nur sein Sohn Paul Friedrich überlebte seine Eltern. Am 27.05.1676 verstarb Paul Gerhardt fast 70jährig.


Gerhardt war nicht nur Theologe, er war auch Lyriker. 139 deutsche Liedtexte und 15 lateinische hat er uns hinterlassen, u.a. vertont von Johann Crüger, Johann Georg Ebeling und Johann Sebastian Bach. Die Liedtexte und Gedichte zeichnen sich aus durch Schlichtheit, Singbarkeit und Gefühlswärme. Viele sind zu Volksliedern geworden.
Geprägt wurde Gerhardt durch die Erfahrungen von Krieg, Krankheit und Tod. Seine Lyrik behandelt die christliche Kirche, die Tages- und Jahreszeiten, das Ehe- und Familienleben, sie ist sozusagen zeitlos. Die Freude an der erwachenden Natur zur Oster- und Pfingstzeit drückte er in dem Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud…“ aus, der Liedtitel hat uns zum heutigen Gottesdienst motiviert. Gerhardt zeigt das frühsommerlich blühende Land, schildert Regentage und Sonnenschein, Erdenleid und Erdenglück.


Seine Dichtungen haben die Zeit überdauert, sie haben konfessionelle und sprachliche Schranken überwunden. Wir finden sie im evangelischen Gesangbuch aber auch im katholischen Gotteslob. Sie wurden übersetzt ins Französische, Englische, Spanische und in afrikanische und asiatische Sprachen. Paul Gerhardt ist zu einem internationalen, ökumenischen Dichter geworden.

 


Frau Maria Leiber führt uns zu Schafen auf dem Scharpenacken
Mit offenen Augen und offenem Herzen kann man in der Vielfalt der Natur, in ihrer Schönheit und Lebendigkeit die Größe ihres Schöpfers erahnen. Die in der Liedstrophe beschriebene Idylle kann in manchen Momenten des Lebens aber auch an der Stimmungslage vorbeigehen.
Im übertragenen Sinne, auf sich selbst bezogen, stimmt manchmal all das nicht: Einer hat keine Familie, kein Völklein wie die Glucke. Einer hat kein schönes Nest, kein Haus wie der Storch. Jemand kann nicht so elegant fliegen wie die Schwalbe, ist nicht so erhaben und schnell wie der Hirsch oder so grazil und flink wie das Reh.
Manchmal komme ich mir eher wie ein Schaf vor, eingepfercht in Vorschriften, Alltagspflichten, zwangsweise Teil einer Herde. Doch so eine Herde, hat sie nicht auch viele gute Seiten? Sie bietet mir Schutz bei Kälte, da wärmen sich alle gegenseitig. Ich bin in der Gruppe nicht allein, habe meinen Platz, ein Zuhause, fühle mich geborgen, gehöre dazu.
Manchmal kommen in das ruhige Herdenleben Reize von außen, die mich unruhig machen, mir Angst machen, mich zwingen aufzustehen. Da hilft es, sich an anderen orientieren zu können, auf die Erfahrungen Älterer schauen zu können, gemeinsam zu leben, auch wenn die anderen sich nicht immer so verhalten, wie man selber es gerne hätte. Auch wenn es Konflikte gibt, man angerempelt wird.
Da sieht man, dass eine solche Herde eben doch aus lauter Individuen besteht. Ein Schaf ist groß, eines klein, eins ist weiß, eins braun, eins ist dick, eines dünn. Jedes lässt das andere einfach sein, wie es ist.
Hin und wieder fühlt man sich eingesperrt, wie hinter einer Bretterwand, eingeschlossen. Von den Schafen kann ich lernen, das Leben zuversichtlich einfach kommen zu lassen in der Hoffnung, phasenweise sogar in der Gewissheit, dass Gott mir für jeden Moment genau so viel Kraft gibt und Hilfe zukommen lässt, wie ich für genau diesen Augenblick brauche.

 


503,4+5 Die Glucke führt ihr Völklein aus

 


Frau Gisela Felder führt uns zu einem Bachlauf
Die Bächlein rauschen in den Sand
Und malen sich in ihrem Sand
Mit schattenreichen Myrten.


So beginnt Paul Gerhard die 5. Strophe des Liedes „Geh aus mein Herz und suche Freud“.
Ich musste nicht lange nachdenken, um die Orte zu erinnern, die ich mit Freude aufsuche. Es sind kleine Bäche in Wäldern oder auf Wiesen.
Ich stehe an ihren Ufern und beobachte fasziniert, wie das Wasser im Bachbett seinen Weg findet. Es lässt sich nicht stören. Hindernisse auf seinem Weg ins Tal werden überwunden. Gurgelnd, plätschernd, rauschend fließt es über sie hinweg oder umrundet sie.
Für mich ist es ein meditatives Erleben, so am Bach zu stehen und seinem fortwährenden Gurgeln zu lauschen und seinem Fließen zuzuschauen.
Es lässt mich ruhig werden. Und der Alltag bleibt draußen. Ich lade Sie ein, dieses Erleben mit mir zu teilen.

 


Psalm 23 nach Worten Volker Manteys
Wenn einer weiß, was gut für mich ist,
dann ist das Gott.
Was ich vom Leben zu erwarten habe,
breitet Er vor mir aus.
Er zeigt mir, wo ich auftanken kann.
Er macht mein Herz leicht
Und meinen Verstand wach,
was man tun sollte für diese Welt.
Das ist Sein Anspruch an sich selbst.
          Dunkle Zeiten in meinem Leben,
          wahrhaftig, die gab es auch.
          Aber will Gott mich liebt,
          haben sie ihren übergroßen Schrecken verloren.
Denn alles, was Du mir gibst,
gibst Du mir auch unter widrigen Umständen.
Du machst mich besonders.
Du machst mich reich.
          Und so wird’s bleiben.
          Daran kann sich nichts mehr ändern.
          Ich werde immer da sein, wo Gott wirkt.

 


Frau Christa Diederichs erzählt uns etwas zum Brotbacken
Der Weizen wächset mit Gewalt;
darüber jauchzet jung und alt
und rühmt die große Güte


Als Anfang des Jahres Sohn Johannes fragte, ob ich etwas von seinem selbsthergestellten Sauerteig haben wollte, habe ich ohne lange zu überlegen „Ja“ gesagt und auch ohne zu ahnen, dass ich nun eine Daueraufgabe habe. Mit jedem Brotbacken änderte ich etwas am Rezept, freestyle sozusagen, und erhielt immer ein gutes, leckeres knuspriges Brot. Mit jedem Backvorgang dachte ich aber auch mehr über Brot nach.

 

Michael, was meinst Du, wieviele Brotsorten gibt es in Deutschland?
          Oh, viele.
Ja, aber wieviele?
          Na, ich würd schätzen, so zwischen dreihundert und sechshundert. Und meist sehr leckere Brote.
Das stimmt. Aber an die dreihundert kannst Du getrost noch eine Null dranhängen. Es sind wirklich so viele.
          Das hätte ich nicht gedacht.
Über dreitausend hat das Deutsche Brotinstitut mal so errechnet.
In der Bibel kommt ja auch oft Brot vor. Wieder Statistik: Was meinst Du denn wievielmal das Wort Brot in der Bibel vor?
          Ich hab nicht in die Konkordanz geguckt.

          Ich kann’s Dir nicht sagen, aber ich nehme an, dass es sehr häufig ist.       

Ja, ich hab nachgelesen: über 350 mal.
          Joah. Und wenn dann noch Bethlehem dazugezählt wird,

          … Bethlehem ist nämlich das Haus des Brotes:          

          Beth ist hebräisch und heißt aus, und Lehem heißt Brot.
So. Jetzt kommen noch ein paar Dinkelflocken drüber, und dann darf der Teig gehen.


Ja, Brot, ein Grundnahrungsmittel, ob mit oder ohne Sauerteig, als Fladen oder in verschiedenen Formen. Es ist etwas Besonderes. Im Mittelalter durfte es nicht weggeworfen werden, selbst, wenn es schlecht geworden war.
          Bort ist heilig (aus W. Hoffsümmer, Kurzgeschichten 3, S. 49)
          ich habe einmal in einer deutschen großstadt
          mitten im samstagsmorgen-einkaufsrummel
          einen inder gesehen
          der ging vor mir
          plötzlich bückt er sich
          hebt etwas auf
          bleibt stehen
          nimmt ein schneeweißes
          taschentuch aus der tasche
          und was hat er aufgehoben
          eine zertretene schmutzige schnitte brot
          weißbrot
          ich bleibe stehen
          er sieht mich an
          während er das brot einwickelt und sagt:
          in meiner heimat
          ist brot heilig.

 

503,7+8 Der Weizen wächset mit Gewalt

 


Herr Michael Haucke nimmt uns mit auf einen Spaziergang
Währen der Pandemie geht es vielen Menschen zeitweise gar nicht gut. Neben den existenziellen Ängsten und Sorgen mancher kommen z.B. Langeweile, Müdigkeit und das Gefühl von Einsamkeit auf. Vielen fehlen die richtigen, echten sozialen Kontakte, z.B. auch einmal eine herzliche Umarmung.
Mir geht es genauso! Deshalb, und auch, damit ich nicht einroste, gehe ich oft spazieren. Meist allein, ab und zu auch mit einem Freund oder einer Freundin. Das tut richtig gut!
Interessant ist, dass ich dadurch viele Ecken in Wuppertal für mich neu entdecke. Manche Gegenden, von denen ich dachte, sie nicht schön zu finden, überraschen mich positiv. Ich liebe die Natur, genieße aber auch das Schlendern durch Straßen, vorbei an Fabriken und Geschäften. Ich werde einerseits angeregt, komme aber auch zur inneren Ruhe. Und wenn ich dann gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin unterwegs bin, ist es umso schöner!
Neben dem Spazierengehen und der Zeit in der Natur bin ich sehr froh und dankbar, Freundschaften erleben zu können. Freundschaft ist für mich etwas sehr Kostbares. Gerade auch jetzt in dieser ungewöhnlichen Zeit.


Der Sonnengesang des Franz von Assisi in einer einfachen Version
Gelobt seist du, mein Herr,
mit all deinen Geschöpfen,
vor allem mit der edlen Schwester Sonne.
Sie bringt uns den Tag und spendet uns das Licht,
sie ist schön und strahlt im mächtigen Glanz,
von dir, du Höchster, ein Gleichnis.
          Gelobt seist du, mein Herr,
          durch Bruder Mond und Sterne.
          Du hast sie am Himmel gebildet,
          klar kostbar und schön.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser;
so nützlich ist das Wasser
und kostbar und rein.
          Gelobt seist du, mein Herr,
          durch unsere Schwester,
          die Mutter Erde;
          sie trägt und erhält uns,
          bringt uns vielerlei Früchte hervor
          und Kräuter und bunte Blumen.

 


503,13 Hilf mir und segne meinen Geist …

 


Glaubensbekenntnis
Wir glauben an Gott über uns,
Anfang und Grund allen Lebens,
von Sonne und Mond,
von Wasser und Erde,
von männlich und weiblich.
          Wir glauben an Gott neben uns,
          Jesus Christus, Wort, das Fleisch wurde,
          geboren von einer Frau, Diener der Armen.
          Er wurde gefoltert und ans Holz genagelt.
          Ein Mann voller Schmerzen, starb er „Gott-ferne“.
          Er stieg hinab in die Erde zum Ort des Todes.
          Am dritten Tag erstand er aus dem Grab.
          Er stieg hinauf in den Himmel
          um überall gegenwärtig zu sein,
und sein Reich wird zur Erde kommen.
Wir glauben an Gott in uns,
heiligen Geist des pfingstlichen Feuers,
lebenspendenden Atem der Kirche,
Geist der Heilung und Vergebung,
Quelle der Auferstehung und des ewigen Lebens,
Amen

 

Bekanntmachungen
Die Kollekte im Klingelbeutel wäre heute für das Hopster-Fiala-Haus bestimmt: Im Hopster-Fiala-Haus bietet die Diakonie Frauen in sozialen Schwierigkeiten persönliche Hilfen zur Stabilisierung und Verbesserung ihrer Lebenssituation. Dafür stellt die Diakonie vorübergehend auch eine Unterkunft zur Verfügung, wenn das aktuelle Mietverhältnis gefährdet oder bereits beendet ist.
Die Kollekte am Ausgang wäre bestimmt für Kirchliche Werke und Verbände der Jugendarbeit. In diesen Werken und Verbänden tobt das „echte“ Leben. Inmitten virtueller Lebenswelten machen Kinder und Jugendliche´hier reale Erfahrungen und erleben direkte Begegnungen.


In diesen Coronazeiten nehmen wir wiederum aus unserer Diakonie-Rücklage je 50,- € pro Kollekte und bitten Sie, entweder online direkt für diese Kollekten zu spenden, oder uns unter dem Stichwort ‚Diakonie‘ ihre Spende zukommen zu lassen.


Ab Montag, dem 7. Juni, öffnen wir auch wieder unsere Räume für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, natürlich unter Beachtung der erforderlichen Hygienemaßnahmen.
Und ab Montag, dem 14. Juni können in Absprache mit den Küsterinnen oder mit Pfarrer Seim auch sich auch wieder weitere Gruppen und Kreise in unseren Räumen treffen, so die Inzidenz stabil unter 50 bleibt und ebenfalls die Hygienemaßnahmen eingehalten werden können. So gilt es zum Beispiel Doppelbelegungen in unseren Häusern zu vermeiden.
Bleibt mir noch, Sie auf die nächsten Gottesdienste hinzuweisen:
Am Sonntag, dem 13. Juni, hoffen wir Sie wieder in unseren Räumen willkommen heißen zu dürfen: 9.30 Uhr in der Lichtenplatzer Kapelle und um 11.00 Uhr im Gemeindezentrum Petruskirche jeweils mit Prädikant Gunnar Grams. Es wäre schön, wenn wir Sie wieder persönlich begrüßen könnten.

Wer in diesen Tagen Hilfe benötigt, wende sich bitte an Pfr. Michael Seim
Tel.: 55 97 17 oder Email: michael.seim@ekir.de
Vor allem aber wünschen wir Ihnen eine gute und gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet!


Lied Zwhue 94 Segenslied „Wohl denen, die noch träumen …“


Fürbitte
Vater,
viele Menschen sind gerade traurig, in Sorge oder verzweifelt.
Aus den unterschiedlichsten Gründen.
Ach diese Pandemie macht ihnen zu schaffen.
Nimm dich bitte ihrer an und schenke ihnen Menschen,
die ihnen in den schweren Zeiten zur Seite stehen!
Öffne uns allen bitte die Augen für die Dinge, Situationen und Menschen,
die in dieser Zeit aber durchaus auch schön sind und uns guttun.
Du wirkst in unser aller Leben,
oft erkennen wir es aber nicht.
Hilf uns bitte dabei, Dich – auch in dieser Zeit – zu entdecken!
          Herr Jesus Christus!
          Auch heute kommen wir wieder zu Dir und bitten Dich
          für all die, die derzeit unter Krankheiten zu leiden haben:
          Hilf, dass sie gut versorgt sind!
          Wir bitten Dich für alle, die sich um sie kümmern:
          Schenk ihnen die nötige Kraft,
          ihrer Aufgabe und Verantwortung gerecht zu werden!
          Wir bitten Dich für all ihre Angehörigen:
          Stell ihnen Menschen zur Seite,
          die sie durch diese Zeiten begleiten!
Vater,
schnell zu Anfang der Pandemie war traurig klar geworden,
wie sehr alte Menschen darunter leiden, zu Hause oder in Heimen
nicht mehr von ihren Angehörten besucht werden zu dürfen.
Seit einiger Zeit wissen wir nun auch,
dass Kinder und Jugendlich durch die Pandemie
und die stark reduzierten Kontakte zu Freunden
und anderen geliebten Menschen sehr belastet waren
und teilweise noch sind.
Vater,
nimm Dich bitte der Betroffenen an!
Schenke ihnen Deinen Geist,
damit sie wieder Trost und Zuversicht bekommen!
Und hilf, dass bald wieder echte soziale Kontakte möglich sind!
          Besonders, Gott, bitten wir Dich auch heute wieder um Frieden:
          Um Frieden für Israel, Palästina und all seine Nachbarn,
          um Frieden für die Ukraine, für Mali,
          für all die Völker die unter Krieg und Terror zu leiden haben:
          Hilf, dass die Waffen verstummen
          und dass sich die Stimmen des Friedens mehr und mehr durchsetzen!
          Reiß Mauern nieder und öffne Wege,
          damit die Verantwortlichen sich trauen, aufeinander zu zugehen!
Vater,
ich bitte Dich für die Hungernden in der Welt.
Hilf ihnen doch, damit sie satt werden,
oder zumindest das Nötigste bekommen!
Und lass die Menschen, die genug zum Leben haben –
also auch wir – sie nicht vergessen!
Gib uns Liebe und Empathie, damit wir es lernen,
gern mit Notleidenden zu teilen!
Und schenke bitte den Politikern und anderen mächtigen Menschen
Verstand, Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl für ihre Aufgaben und Entscheidungen!


Und mit den Worten, die uns Dein Sohn gelehrt hat,
und die uns weltweit mit anderen Christen verbinden, beten wir:
Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 


Segen
          Gottes Geist erfülle Dich!
          Gottes Gegenwart umhülle Dich!
          Gottes Kraft verändere Dich!
          Gottes Friede strahle durch Dich hindurch.
Der HERR segne Dich und behüte Dich!
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig!
Der HERR erhebe sein Angesicht über Dir und gebe Dir Frieden!
Amen


Nachspiel


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