Familiengottesdienst zu Ostern vom 04.04.2021

 

 

 

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

 

Liebe Gemeinde, liebe Familien, liebe Kinder,

 

mit diesem alten Ostergruß begrüße ich euch ganz herzlich zu unserem Ostergottesdienst.

 

Ich freue mich, dass ihr dabei seid und wir nun gemeinsam Gottesdienst feiern.

 

Auch Gott ist mitten unter uns. Er verbindet uns, auch wenn wir jetzt an verschiedenen Orten sind.

 

Und so wir feiern diesen Gottesdienst

 

im Namen Gottes des Vaters, der uns das Leben gegeben hat,

 

im Namen seines Sohnes Jesus Christus, der uns zeigt, wie sehr Gott uns liebt,

 

und im Namen des Heiligen Geistes, der Kraft Gottes, die uns Mut und Hoffnung schenkt.

 

Amen.

 

Ostern bedeutet Leben, Ostern bedeutet Hoffnung. Denn Jesus lebt!

 

Davon erzählt auch der Wochenspruch aus dem Buch der Offenbarung. Dort heißt es:

 

"Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle." (Offb 1,18)

 

 

 

Was für eine Wunder-volle Nachricht. Damals für die Jünger. Und auch heute für uns.

 

Ich wünsche uns allen einen gesegneten Gottesdienst!

 

 

 

EINGANGSGEBET

 

Lasst uns beten:

 

Jesus Christus,

 

wir feiern Ostern, deinen Sieg über den Tod.

 

Als für deine Freundinnen und Freunde

 

die Welt nur noch grau und voller Tränen war,

 

da hast du sie wieder in den buntesten Farben aufleuchten lassen.

 

Du hast die Tränen getrocknet.

 

Hell strahlte die Welt an jenem Ostermorgen.

 

Da strahlten auch deine Freundinnen und Freunde wieder,

 

und ihre Herzen hüpften vor Freude.

 

Auch unser Leben hat noch viele Grautöne.

 

Bring auch heute die Welt zum Leuchten.

 

Lass uns spüren, wie durch deine Liebe

 

Das Leben siegt und die Welt zum Besseren verwandelt wird.

 

Amen.

 

 

 

LIED          Vom Anfang bis zum Ende

 

https://www.youtube.com/watch?v=nfiwqyxecAw


 

Vom Anfang bis zum Ende,

 

hält Gott seine Hände über mir und über dir.

 

Ja, er hat es versprochen,

 

hat nie sein Wort gebrochen:

 

„Gaube mir, ich bin bei dir!“

 

Immer und überall, immer und überall, immer bin ich da!

 

 

 

PSALM      118 nach Klaus Bastian

 

mit gesungenem Kehrvers „Alles jubelt, alles singt“

 

Alles jubelt, alles singt:

 

Alles tanzt und alles springt,

 

dass die Freude deutlich wird

 

und in allen Herzen klingt.

 

Schöne und fröhliche Lieder stimmen wir an,

 

und das Geläut der Glocken gibt uns den Rhythmus.

 

Gemeinsam singen wir für Dich, Gott,

 

denn Du schenkst uns das Leben.

 

Alles jubelt, alles singt:

 

Alles tanzt und alles springt,

 

dass die Freude deutlich wird

 

und in allen Herzen klingt.

 

Die Bäume und Blumen blühen in leuchtenden Farben,

 

beginnen, neu zu leben.

 

Die Wiesen ziehen ein neues Kleid an,

 

überall weckt neues Grün unsere Lebensfreude.

 

Und wir freuen uns über Dich, Gott,

 

denn Du schenkst uns das Leben.

 

Alles jubelt, alles singt:

 

Alles tanzt und alles springt,

 

dass die Freude deutlich wird

 

und in allen Herzen klingt.

 

Es wird wieder hell in der Welt,

 

die Sonne wärmt mit ihren Strahlen

 

und erweckt alles zu neuem Leben.

 

Ein Licht geht aus von Ostern,

 

das Licht der Liebe Gottes,

 

denn Du schenkst uns das Leben.

 

Alles jubelt, alles singt:

 

Alles tanzt und alles springt,

 

dass die Freude deutlich wird

 

und in allen Herzen klingt.

 

Lustig sprudeln die Bächlein und Quellen,

 

der Morgentau funkelt in der Sonne.

 

Wir können aufatmen, spüren dankbar,

 

wie gut Du es mit uns meinst,

 

denn Du schenkst uns das Leben.

 

Alles jubelt, alles singt:

 

Alles tanzt und alles springt,

 

dass die Freude deutlich wird

 

und in allen Herzen klingt.

 

 

LIED          Er ist erstanden

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=wJ6SZ3QvclE


 

1.    Er ist erstanden, Halleluja!

 

Freut euch und singet, Halleluja!

 

Denn unser Heiland hat triumphiert,

 

all' seine Feind' gefangen er führt.

 

Refrain:

 

Lasst uns lobsingen vor unserem Gott,

 

der uns erlöst hat vom ewigen Tod.

 

Sünd' ist vergeben, Halleluja!

 

Jesus bringt Leben. Halleluja!

 

 

 

2.    Er war begraben drei Tage lang.

 

Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank;

 

denn die Gewalt des Tod's ist zerstört;

 

selig ist, wer zu Jesus gehört.

 

- Refrain -

 

 

 

3.    Der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht!

 

Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht.

 

Sehet, das Grab ist leer, wo er lag:

 

er ist erstanden, wie er gesagt."

 

- Refrain –

 

PREDIGT 

 

Wir wollen nun hören, was damals an Ostern geschah. Die Geschichte beginnt erst einmal traurig.

 

Wir lesen die Ostergeschichte aus „Die neue Erzählbibel“ von Martina Steinkühler, ergänzt und untermalt durch eigene Gedanken (in kursiv) und eine Sandmalerei.

 

 

 

Komm, stell dir vor: Der, dem du gefolgt bist, ist fort, verloren, tot und begraben.

 

Ein großer Stein liegt vor dem Grab und sagt dir: Was tot ist, ist tot und kommt nicht wieder. Stell dir vor: Du weißt nicht weiter. Dein Weg hat kein Ziel mehr. Du tust, was Petrus und die anderen tun: Du setzt dich in Simons Haus, schließt Fenster und Türen. Trauerst. Wartest. Fürchtest dich. Simons Haus – ein Schneckenhaus für dich, fast wie die Grabhöhle Jesu. Tot ist tot und kommt nicht wieder …

 

 

Dein Weg hat kein Ziel mehr. Du tust, was Petrus und die anderen tun: Du setzt dich in Simons Haus, schließt Fenster und Türen. Trauerst. Wartest. Fürchtest dich. Simons Haus – ein Schneckenhaus für dich, fast wie die Grabhöhle Jesu. Tot ist tot und kommt nicht wieder …Ein Stein, groß und schwer. Was tot ist, ist tot.

 

Da sitzen sie nun, in dem Schneckenhaus. Die Türen und Fensterläden geschlossen. Der Raum ist dunkel. In ihren Herzen ist es dunkel. Mutlos und in Gedanken versunken sitzen sie da, die Freundinnen und Freunde von Jesus.

 


 

„Kommt, wir gehen noch einmal zum Grab“, sagen Salome und Maria Magdalena zu Petrus und den anderen. „Es ist der dritte Tag.“ Aber Petrus und die anderen schütteln die Köpfe. „Wozu?“, sagt Andreas traurig. „Was tot ist, ist tot und kommt nicht wieder.“

 

 

Tiefe Verzweiflung spricht aus Andreas und Petrus. Wie eine laute Stimme haben die Zweifel mit ihren kritischen Fragen und Kommentaren alle Hoffnung niedergeschrien: Wozu das ganze? Wenn Jesus tot ist, hat doch eh alles keinen Sinn mehr?

 

Und allmählich werden die Zweifel zur Verzweiflung. Sie tönen so laut, dass nichts anderes mehr in Andreas und Petrus klingen kann. Alle Schwingung, alle Bewegung kommt zum Stillstand. Mutlosigkeit, Lähmung machen sich breit. Ihre Herzen von Sorgen so schwer.

 

 

 

 

 


"Wir können ihn salben“, sagt Maria. Sie hat Salböl gekauft. „So ist es Brauch.“ Salome nickt. „Kommt, wir gehen“, sagt Maria Magdalena zu Maria und Salome.

 

 

Sie reden nicht viel auf dem Weg. Aber plötzlich sagt Salome: „Wer wälzt uns den Stein vom Eingang des Grabes?“ Sie sehen sich an. So ein Stein ist sehr schwer. Sie werden es allein nicht schaffen. Maria Magdalena hat schon wieder Tränen in den Augen.

 

 

Unterwegs auf dem Weg zum Grab. Aber dann? Dann sind da wieder die Zweifel, die zur Verzweiflung werden wollen


 

Da reicht dann manchmal schon eine Kleinigkeit aus. Wie ein Keil stellt sich die Verzweiflung zwischen die Frauen und die Hoffnung, zwischen die Frauen und Gott.

 

 

Wie der Grabstein, der die Frauen hindert, zu Jesus zu kommen.

 

 

„Seht doch!“ Maria packt Maria Magdalena am Arm. Da sehen sie es alle: Das Grab ist offen. Der Stein liegt daneben. Vorsichtig treten sie näher. Hell ist die Grabkammer. Als wäre drinnen Licht.

 

„Seht!“ Sie reiben sich die Augen. Da, wo Jesus liegen soll, liegt nichts. Und doch ist die Kammer nicht leer. Einer ist da, der wacht. Oder wartet. Ein Wesen wie Licht.

 

„Fürchtet euch nicht“, hören die Frauen. „Jesus ist nicht mehr bei den Toten. Er lebt. Er ist auferstanden. Sagt es Petrus und den anderen.“

 

 

 


Und als Petrus die Nachricht hört, steht er auf. Zum ersten Mal seit drei Tagen.

 

Der Grabstein ist weggerollt. Das Grab ist leer. Nein, nicht ganz. Da ist jemand, jemand der Hoffnung spendet. „Jesus lebt! Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.“

 

Die Verzweiflung verfliegt angesichts der frohen Botschaft. Hoffnung flammt auf. Der Stillstand wandelt sich in Bewegung.

 

Die Freundinnen und Freunde von Jesus haben damals erfahren, wie Jesus auferstanden ist. Mit einem Mal wird alles auf den Kopf gestellt, aber zum Glück zum Positiven. Sie bekommen neuen Mut und erfahren neue Freude. Die Hoffnung lässt sie zurück ins Leben finden.

 

Auch uns gilt diese frohe Botschaft. Denn auch wir sind immer noch mit viel Schlechtem in unserem Leben konfrontiert. Sorgen, Trauer, Ängste machen uns das Leben schwer. Und sie lassen sich auch nicht einfach weg wischen. Aber wenn wir ihnen die Osterbotschaft entgegen stellen, dann verlieren sie ihre endgültige Macht. Dann lassen sie uns nicht verzweifeln.

 

Ostern macht uns Mut, nicht diesen Mächten zu vertrauen sondern der Macht, die den Tod überwunden hat: Jesus Christus. An Ostern feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod.

 

Deswegen dürfen wir uns freuen und sagen: „Jesus lebt! Er ist auferstanden, auch für mich.“

 

Frohe Ostern!

 

Amen.

 

 

 

LIED          Wir wollen alle fröhlich sein

 

https://www.youtube.com/watch?v=W3tbG0kUQt8


 

1.    Wir wollen alle fröhlich sein

 

in dieser österlichen Zeit,

 

denn unser Heil hat Gott bereit'.

 

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

 

 

2.    Es ist erstanden Jesus Christ,

 

der an dem Kreuz gestorben ist;

 

ihm sei Lob, Ehr zu aller Frist.

 

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

 

 

3.    Es singt der ganze Erdenkreis

 

dem Gottessohne Lob und Preis,

 

der uns erkauft das Paradeis.

 

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

 

 

FÜRBITTE

 

Gütiger Vater im Himmel!

 

Du gibt uns das Licht der Welt.

 

Du machst unser Leben hell,

 

du willst nicht, dass wir traurig sind.

 

Darum bitten wir dich für alle Menschen, die Angst haben.

 

Hilf ihnen in ihrer Angst,

 

lass sie die Angst überwinden und dein liebendes Licht sehen.

 

Wir bitten für dich für alle Menschen, die sich wie gefesselt fühlen,

 

dass sie auf dich schauen, um zu sehen,

 

dass du ihnen Freiheit schenkst.

 

Gib ihnen Mut zu einem neuen Leben.

 

Wir bitten für alle Menschen, die Leiden in dieser Welt:

 

für alle Hungernden, für alle Kranken, für alle im Krieg,

 

für alle Kinder und Erwachsenen, denen Gewalt angetan wird.

 

Stelle ihnen Menschen zur Seite, die helfen, das Leid zu überwinden.

 

Wir beten für alle Menschen, die traurig sind, die um jemanden trauern.

 

Gib ihnen die Gewissheit, dass du jedes Leben in deinen Händen hältst.

 

Schenke ihnen Trost, der ihr Herz heilt.

 

Dir, Gott vertrauen wir uns an, wenn wir mit Jesu Worten gemeinsam beten:[1]

 

 

 

UNSER VATER im Himmel

 

geheiligt werde dein Name.

 

Dein Reich komme.

 

Dein Wille geschehe,

 

wie im Himmel so auf Erden.

 

Unser tägliches Brot gib uns heute.

 

Und vergib uns unsere Schuld,

 

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

 

Und führe uns nicht in Versuchung,

 

sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Denn dein ist das Reich und die Kraft

 

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

 

Amen.

 

 

 

SEGEN

 

Gott, verwandle unsere Trauer in Freude,

 

Gott, verwandle unsere Ängste in Mut,

 

Gott, verwandle unsere Sorgen in Zuversicht.

 

Der gute Gott verwandle uns.

 

So segne uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

 

Amen.

 

 

 

BEKANNTMACHUNGEN

 

Die Kollekte im Klingelbeutel wäre heute für das Kinderheim Nesselstraße bestimmt. In den dortigen Wohngruppen finden Kinder und Jugendliche einen klar strukturierten Rahmen, konstante verlässliche Beziehungspartner und eine Atmosphäre, die durch Respekt und Wertschätzung der Person gekennzeichnet ist. In diesem Kontext ist es den Kindern möglich, neue Lernerfahrungen zu machen und Teil einer Gemeinschaft zu werden.

 

 

 

Die Kollekte am Ausgang wäre bestimmt für Brot für die Welt. Dazu schrieb Alt-Präses Manfred Rekowski: Die weltweite Corona-Krise kann nur durch grenzüberschreitende Solidarität und Zusammenarbeit bewältigt werden. Um armen und benachteiligten Menschen zu helfen, benötigt Brot für die Welt Ihre Unterstützung. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass Hungernde satt werden, Kinder in die Schule gehen können und Kranke eine bessere medizinische Versorgung erhalten.

 

 

 

In diesen Coronazeiten nehmen wir wiederum aus unserer Diakonie-Rücklage je 50,- € pro Kollekte und bitten Sie, entweder uns unter dem Stichwort Diakonie ihre Spende zukommen zu lassen oder online direkt für diese Kollekten zu spenden.

 

 


 

Bleibt mir noch, Sie auf den nächsten Gottesdienst am 11.04. hinzuweisen. Diesen wird Pfr. Seim in nun schon gewohnter Weise für uns vorbereiten. Denn aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens auch in Wuppertal hatte das Presbyterium beschlossen, bis 18.04. keine Gottesdienste in Präsenz zu feiern.

 

 

 

Wer in diesen Tagen Hilfe benötigt, wende sich bitte an

 

Pfr. Michael Seim Tel.: 55 97 17 oder Email: michael.seim@ekir.de

 

 

 

Und nun frohe Ostern! Bleiben Sie gesund und behütet!

 


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