Gottesdienst vom 14.02.2021 – Estomihi

 

 

 

 

 

Wir feiern diesen Gottesdienst

 

im Namen Gottes – der Quelle unseres Lebens,

 

im Namen Jesu Christi – dem Grund unserer Hoffnung und Freude,

 

im Namen des Heiligen Geistes – der Kraft, die uns bewegt und belebt.

 

Amen.

 

 

 

Hallo und herzlich Willkommen zum heutigen Gottesdienst!

 

Schön, dass Sie eingeschaltet haben und heute bei diesem Kurzgottesdienst dabei sind.

 

 

 

Heute haben wir den Sonntag Estomihi, den letzten Sonntag vor der Passionszeit. Gedanklich bewegen wir uns also schon wieder stark auf Karfreitag und Ostern zu. Das deutet auch der Wochenspruch aus Lukas 18 an. Dort spricht Jesus zu seinen Jüngern und weist sie auf die große Heilstat Gottes hin, die in seinem Tod und seiner Auferstehung verwirklicht wird:

 

„Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“ (Lukas 18,31)

 

 

 

Und dann haben wir heute auch noch Karnevalssonntag. Auch dies werden Sie an der ein oder anderen Stelle in diesem Gottesdienst merken.

 

 

 

EINGANGSGEBET

 

Lasst uns beten.

 

 

 

Herr, unser Gott,

 

wir danken dir für diesen Tag, den du für uns gemacht hast.

 

Wir danken dir für die Freude im Leben.

 

Dieser Tage können wir sie nur eingeschränkt genießen.

 

Die einen belastet dies stärker als die anderen.

 

Du siehst, was uns auf dem Herzen liegt,

 

was uns hindert zur Ruhe zu kommen.

 

 

 

Wir bitten dich, lass uns Abstand gewinnen von dem,

 

was hinter uns liegt.

 

Erfrische unseren Leib und unsere Seele.

 

Erfülle uns mit deinem heiligen Geist

 

Und lass uns neues Vertrauen zu dir fassen.

 

Amen.

 

 

LIED                   Halleluja / Ihr seid das Volk

 

https://www.youtube.com/watch?v=sHvgKDRvi4I


PSALM              31 (in eigener Übertragung)

 

Gott mein Zufluchtsort,

 

meine Glücksburg.

 

In deinem Schloss

 

bin ich Königskind.

 

 

 

Bei dir finde ich Schutz,

 

wenn ich auf der Flucht bin

 

vor negativen Gedanken

 

und ich drohe in ein Loch zu fallen.

 

Bei dir finde ich Schutz,

 

wenn ich auf der Flucht bin

 

vor meinem Alltag

 

und ich dringend eine Pause brauche.

 

Bei dir finde ich Schutz,

 

wenn ich auf der Flucht bin

 

vor Demütigung

 

und mich die Trauer oder Wut überkommen.

 

 

 

Gott mein Zufluchtsort,

 

meine Glücksburg.

 

In deinem Schloss

 

bin ich Königskind.

 

 

 

Abba, mein Vater,

 

du verleihst meiner Stimme Gewicht.

 

Bei dir finde ich Gehör.

 

Zu dir kann ich mit allem kommen.

 

Abba, mein Vater,

 

du gibst meinen Schritten eine Richtung.

 

Bei dir bin ich nicht verloren.

 

Mit dir soll mein Weg gehen.

 

Abba, mein Vater,

 

ich darf mich dein Kind nennen.

 

Güte und Liebe begegnen mir in dir.

 

Jetzt kann ich jubeln und fröhlich sein.

 

 

 

Gott mein Zufluchtsort,

 

meine Glücksburg.

 

In deinem Schloss

 

bin ich Königskind.

 

Amen.

 

 

 

Predigt  Jesaja 58,1-9a

 

1       Ruf, so laut du kannst, halt dich nicht zurück! Lass deine Stimme erschallen wie ein Widderhorn! Halt meinem Volk seine Verbrechen vor, den Nachkommen Jakobs ihre Vergehen.

 

2       Sie befragen mich Tag für Tag und wollen wissen, was mein Wille ist. Als wären sie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das Recht seines Gottes nicht missachtet! Sie fordern von mir gerechte Entscheidungen und wollen, dass ich ihnen nahe bin.

 

3       Und dann fragen sie mich: Warum achtest du nicht darauf, wenn wir fasten? Warum bemerkst du nicht, wie wir uns quälen? Ich antworte: Was tut ihr denn an den Fastentagen? Ihr geht euren Geschäften nach und treibt eure Untergebenen zur Arbeit an!

 

4       Ihr fastet nur, um Zank und Streit anzuzetteln und mit roher Gewalt zuzuschlagen. So wie ihr jetzt fastet, findet eure Stimme im Himmel kein Gehör.

 

5       Meint ihr, dass ich ein solches Fasten liebe? Wenn Menschen sich quälen, den Kopf hängen lassen wie umgeknicktes Schilf und in Sack und Asche gehen? Nennst du das Fasten, einen Tag, der dem Herrn gefällt?

 

6       Das wäre ein Fasten, wie ich es liebe: Löst die Fesseln der zu Unrecht Gefangenen, bindet ihr drückendes Joch los! Lasst die Misshandelten frei und macht jeder Unterdrückung ein Ende!

 

7       Teil dein Brot mit dem Hungrigen, nimm die Armen und Obdachlosen ins Haus auf. Wenn du einen nackt siehst, bekleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Nächsten!

 

8       Dann bricht dein Licht hervor wie die Morgenröte, und deine Heilung schreitet schnell voran. Deine Gerechtigkeit zieht vor dir her, und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.

 

9a     Dann antwortet der Herr, wenn du rufst. Wenn du um Hilfe schreist, sagt er: Ich bin für dich da!

Gnade sei mit euch und Friede und Lachen

 

denn Gott hat Gefallen an all diesen Sachen.

 

 

 

Die fünfte Jahreszeit ist in vollem Gang,

 

doch auf den Straßen ist’s still, da wird‘s einem fast bang.

 

Aber: Den richtigen Jecken,

 

kann auch das nicht erschrecken.

 

Er wird feiern auf anderen Wegen,

 

vielleicht zu Haus, auch da drin steckt Segen.

 

Und ich selber, nun, ich stehe hier,

 

predige übers Fasten, an Karneval, wie sauer Bier.

 

Doch Gottes Wort will klingen in Ohren und Herz,

 

auch wenn das den Jecken jetzt vielleicht schmerz‘.

 

Die Geschichte beginnt mit Gottes Volk und einem edlen Motiv:

 

das Volk fastet und fragt nach dem Herrn ganz offensiv.

 

Es ist auf der Suche nach seinem Wille,

 

will sehen durch seine Brille.

 

Es verzehrt sich nach seiner Nähe,

 

es fastet, ach, wenn Gott es doch sähe.

 

Gottes Antwort kommt prompt: „Ich seh‘, was ihr treibt,

 

doch ist da noch mehr, als ihr mir beschreibt.

 

Ich sehe das Fasten, doch mit dem zweiten Auge noch besser,

 

seh‘ ich, wie ihr haltet hinterm Rücken das Messer!

 

Ihr unterdrückt die andern, grollt und zankt,

 

eure Gemeinschaft, sie bröckelt und krankt.“

 

Das Volk hält sich nicht an das,

 

was auch Jesus als das Wichtigste bezeichnet hat:

 

Gottesliebe und Nächstenliebe.

 

Nein, das Volk verteilt lieber weiter Hiebe.

 

Das hört das Volk nun gar nicht gern,

 

ist es doch schön, sein Ego zu nähr‘n.

 

Doch weil sie nach Gottes Willen fragen,

 

will er es ihnen auch gleich verraten:

 

Gott fordert: Gebt frei, lasst los und teilt!

 

Schenkt Wärme! Das heilt!

 

„Ihr sucht mich?“, fragt Gott. „So werdet ihr mich finden:

 

Im Miteinander lass ich mich gern binden.

 

Werdet barmherzig, wie auch ich, euer Gott, barmherzig bin.

 

Das bedeutet ihr sollt

 

-         aufrichten, nicht in die Knie zwingen;

 

-         wohlwollend sein, nicht die Knechtschaft besingen;

 

-         Liebe zeigen, nicht gleichgültig leben.

 

-         Sondern vielmehr nach Freiheit streben.

 

 

 

Ja, im Füreinander-Da-Sein und Umeinander-Sorgen,

 

da geht das Licht auf von Morgen.

 

Hier wird Heilung geschehen,

 

werdet ihr mein Antlitz sehen.

 

 

 

Hier bin ich. Ich bin für dich da.“

 

 

 

Klingt das nach Werkgerechtigkeit?

 

Einer Abhängigkeit

 

von unserm Handeln und Gottes Barmherzigkeit?

 

Zugegeben, schon ein wenig,

 

aber eins gilt trotzdem: am Anfang steht immer Gottes großes „Ja“!

 

„Hier bin ich. Ich bin für dich da.“

 

Schon damals vor Beginn des Exodus,

 

stand Gottes Zusage als Vertrauens- und Liebesvorschuss.

 

Und eines nicht zu vergessen:

 

Gottes Nähe im Miteinander

 

empfängt nicht nur der Geber,

 

sondern auch der Nehmer.

 

Gott kritisiert nicht das Fasten an sich,

 

sondern dass es sich nicht in Nächstenliebe verwirklicht.

 

Gott sagt sogar es gibt ein Fasten, das er liebt,

 

nämlich eins, das unser Herz freigibt,

 

damit dort Platz ist für Gott und unsere Nächsten.

 

Und so ist Fasten auch schon in der fünften Jahreszeit möglich

 

und auch sehr löblich.

 

Amen.

LIED                   Kölsche Heimweh Lieder auf dem Klavier

 

https://www.youtube.com/watch?v=JkfBls5I0h8


Fürbitte

 

Gott, unser Vater und unsere Mutter im Himmel,

 

wir danken dir für dein großes „Ja“ zu uns,

 

das schon von Beginn an über unserem Leben stand.

 

Auch wir möchten „Ja“ sagen zu dir

 

und unseren Mitmenschen.

 

Möchten unsere Herzen frei machen und öffnen.

 

Sei barmherzig, wenn wir alten Gewohnheiten anhängen,

 

die dem im Wege stehen und leite uns.

 

Hilf uns mit offenen Augen durch die Welt zu gehen,

 

dass wir die Not unseres Nächsten erkennen

 

und füreinander sorgen können.

 

Schenke auch uns jemanden, der für uns da ist,

 

wenn wir Hilfe benötigen.

 

Du, Gott, bist die Quelle des Lebens.

 

Lass dein Heil fließen für die Kranken,

 

Einsamen und Trauernden.

 

Schenke ihnen neue Lebenskraft.

 

Du, Gott, bist eine feste Burg.

 

Beschütze die Menschen, die auf der Straße leben

 

und kein Dach über dem Kopf haben.

 

Hilf ihnen, gerade jetzt auch in diesen kalten Tagen.

 

Schenke ihnen einen warmen, trockenen Ort.

 

Du, Gott, bist ein Gott der Freude.

 

Lass uns in all dem Ernst um uns herum,

 

den auch diese Pandemie mit sich bringt,

 

die Freude und das Lachen nicht verlernen.

 

Wir bitten dich, dass die Zeit der sozialen Distanz keine negativen Spuren hinterlässt und dass diese Zeit bald ein Ende haben kann.

 

 

 

Gemeinsam sprechen wir:

 

 

 

Unser Vater im Himmel

 

geheiligt werde dein Name.

 

Dein Reich komme.

 

Dein Wille geschehe,

 

wie im Himmel so auf Erden.

 

Unser tägliches Brot gib uns heute.

 

Und vergib uns unsere Schuld,

 

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

 

Und führe uns nicht in Versuchung,

 

sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Denn dein ist das Reich und die Kraft

 

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

 

Amen.

 

 

 

Segen

 

Gottes Segen möge uns begleiten,

 

heute, morgen und zu allen Zeiten.

 

Der Herr segne uns und behüte uns.

 

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig

 

Der Herr hebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden.

 

Amen.

 

Bekanntmachungen

 

Die Kollekte für diesen Gottesdienst ist bestimmt im Klingelbeutel für den Unterbarmer Kinderteller. Auf der Internetseite heißt es dazu:

 

Leider bleibt der Unterbarmer Kinderteller noch bis vermutlich Mitte Februar geschlossen. Das macht uns sehr traurig. Dennoch wollen wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Soweit wir es können, wollen wir die Kinder, die unsere Einrichtung sonst regelmäßig besuchen, nach Kräften unterstützen. Wir wollen das unsere dazu tun, dass wenigstens einige Kinder aus bedürftigen Familien nicht zu den Verlierern in der Pandemie gehören. Deshalb versuchen wir unsere Kinder kontaktlos zu betreuen.

 

Die Ausgangskollekte ist bestimmt für Hilfen für bedürftige Familien. In den Kollektenempfehlungen heißt es dazu:

 

Sechs unterschiedliche Einrichtungen setzen sich für bedürftige Familien mit Kindern ein. Sie alle bieten praktische Hilfen, Beratung und Coaching für Eltern und ihre Kinder an, damit diese für die Herausforderungen des Familienalltags gewappnet sind. Ein Projekt der Wuppertaler GESA Beteiligungsgesellschaft etwa bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Vernetzungsangebot für Alleinerziehende an.

 

 

 

In diesen Coronazeiten nehmen wir wiederum aus unserer Diakonie-Rücklage je 50,- € pro Kollekte und bitten Sie, entweder uns unter dem Stichwort Diakonie ihre Spende zukommen zu lassen oder online direkt für diese Kollekten zu spenden.


Bleibt mir noch, Sie auf den nächsten Gottesdienst am Sonntag, dem 21. Februar hinzuweisen. Für diesen Sonntag wird wieder Pfr. Seim den Gottesdienst gestalten. Sie können davon ausgehen, dass wir Ihnen auch diesen Gottesdienst auf unserer Homepage, als Newsletter oder in Papierform in ihren Briefkästen zugänglich machen.

 

 

 

Wer in diesen Tagen Hilfe benötigt, wende sich bitte an

 

Pfr. Michael Seim, Tel.: 55 97 17, Email: michael.seim@ekir.de

 

oder an mich, Arne Würzbach, Tel.: 9767691, Email: arne.wuerzbach@ekir.de

 

 

 

Vor allem aber wünsche ich Ihnen eine gute und gesegnete Zeit.

 

Bleiben Sie behütet!


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