Ev. Gemeinde Unterbarmen Süd
Gottesdienst am Sonntag, den 5. Juli 2020


Musik zum Eingang

Presbyter/in (Begrüßung)
Guten Morgen, liebe Gemeinde!
Ihnen und Euch allen ein herzliches Willkommen zu unserem heutigen Gottesdienst hier (im GzP/ in der LiK).
Schön, dass Sie, trotz der immer noch bestehenden Hygienemaßnahmen den Weg zu uns gefunden haben.
Ein besonderer Gruß und Dank geht auch an Herrn Capar, der heute für uns die Musik gestaltet.
Die Ferienzeit hat begonnen, und manchem ist es sogar gelungen, sich auf den Weg in den Urlaub zu machen. Anderen ist diese Glück in diesem Jahr leider nicht vergönnt und manch einer hatte in der vergangenen Zeit durchaus Sorgen und Nöte zu tragen.
Dass es gerade in diesen Zeiten wichtig ist, sich zur Seite zu stehen, das wird uns auch mit dem Wochenspruch dieser Woche gesagt. Da schreibt Paulus an die Gemeinden in Galatien.
Im Brief an die Galater heißt es im Kapitel 6, Vers 2:
„Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“


Heute sowie in den Gottesdiensten am 30. August und am 6. September wird es in den jeweiligen Predigten um Themen aus dem Buch Hiob gehen. Heute speziell geht es um die Kapitel eins und zwei des Buches.

In Jesus Christus ist Gott selbst zu uns gekommen um unser Leben zu teilen. Und so kommen wir heute zu ihm und feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes: des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

„Unser Anfang und unsere Hilfe steht im Namen des Herrn …“
Gemeinde
„… der Himmel und Erde gemacht hat.“
Presbyter/in
„… der Bund und Treue hält ewiglich …“
Gemeinde
„… und nicht losläßt das Werk seiner Hände.“
Presbyter/in (Eingangslied)

Wir hören jetzt das erste Lied „Gott liebt diese Welt“ mit vier
Strophen:

1 Gott liebt diese Welt,
und wir sind sein eigen.
Wohin er uns stellt,
sollen wir es zeigen:
Gott liebt diese Welt!

2 Gott liebt diese Welt.
Er rief sie ins Leben.
Gott ist’s, der erhält,
was er selbst gegeben.
Gott gehört die Welt!

7 Gott liebt diese Welt.
Er wird wiederkommen,
wann es ihm gefällt,
nicht nur für die Frommen,
nein, für alle Welt!

8 Gott liebt diese Welt, und wir sind sein eigen.
Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen:
Gott liebt diese Welt!

Liturg/in
„Die Gnade unseres Herr Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit Euch allen.“
Gemeinde
„… und auch mit Dir.“

Liturg/in (Psalmlesung)
„Wir wollen gemeinsam aus Psalm 42 die Verse zwei bis sechs
lesen und beten:

Sehnsucht nach Gott

2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
5 Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern.
6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht.

Gemeinde
„Ehre sei dem Vater und dem Sohn, dem heiligen Geist in einem Thron, der Heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Amen


Liturg/in (Eingangsgebet)
Wir wollen beten:
„Lieber Gott, wir danken Dir dafür, dass Du immer bei uns bist, auch wenn wir das nicht immer wahrnehmen und merken. In der vergangenen Woche sind uns wieder viele Herausforderungen begegnet. Manche haben wir gut bewältigt. Doch bei manchen ist uns
das vielleicht nicht so gut gelungen. Manchmal ist es uns nicht gelungen, die Fehler der anderen mit barmherzigen Augen anzuschauen. Da haben wir eher kleinlich aufgerechnet und den anderen durch unser hartes Urteil verletzt.
Wir haben im Lärm des Alltags manchmal nicht auf deine Stimme geachtet und mit offenem Herzen dein Rufen gehört. Wir sind lieber unsere eigenen Wege gegangen.
Oft waren unsere Augen verschlossen und wir konnten dein verborgenes Reich in der irdischen Welt nicht entdecken.
Herr, erbarme Dich.“


Gemeinde          „Herr, erbarme Dich.“
Liturg/in            „Christus, erbarme Dich.“
Gemeinde        „Christus, erbarme Dich.“
Liturg/in            „Herr, erbarme Dich.“
Gemeinde        „Christus, erbarme Dich über uns. Amen.“

Liturg/in
Gott hat sich unser erbarmt und er sagt uns dies in seinem Wort. Beim Propheten Jesaja heißt es: (Jes 42,16):
Die Blinden will ich auf dem Weg leiten, den sie nicht wissen. Ich will sie führen auf den Steigen, die sie nicht kennen. Ich will die Finsternis vor ihnen zum Licht machen.“

Gemeinde       
Ehre sei Gott in der Höhe, Frieden auf Erden, Und den Menschen ein Wohlgefallen.
Amen.

Liturg/in (Inneres Sammeln)
Wir beten:
„Viele Gedanken bewegen uns.
Wir haben sie hier mit in de Gottesdienst gebracht und dürfen sie vor Dich bringen.
Wieder ist eine Woche vorbei und die Erlebnisse der Woche hallen noch nach in uns.
So wie ich bin, bin ich heute hier in den Gottesdienst gekommen.
Noch bewegt von den vielen Eindrücken, die mich in der vergangenen Woche bewegt haben.

Manche Ereignisse haben uns erschreckt, manche nur verwundert.
Bei manchen Erlebnissen hatten wir Angst und wußten nicht, wie es weitergehen soll. Manche Ereignisse waren für uns eine große Freude, manche haben uns einfach zum Nachdenken gebracht.
Alles das und noch viel mehr haben wir heute und hier mitgebracht. Doch wir wollen anhalten und eine Pause einlegen, hier im Gottesdienst.
Hilf uns, dass wir uns jetzt sammeln können. Lass uns jetzt offen werden für Dich. Lass uns jetzt Dich erfahren in der Musik und in den Worten, die wir hören und in den Liedern, die wir singen.
Amen.


Presbyter/in (Schriftlesung)

Eine Lesung für den heutigen Sonntag steht beim Evangelisten Lukas. Ich lese aus dem Kapitel sechs die Verse 36 bis 42
Vom Umgang mit dem Nächsten

36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.
38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.
39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?
40 Ein Jünger steht nicht über dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister.
41 Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?
42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.
Halleluja!


Gemeinde
“Deine Zeugnisse sind gerecht in Ewigkeit; unterweise mich, so lebe ich.
Halleluja!“

Presbyter/in (Glaubensbekenntnis)
Ich möchte Sie einladen, miteinander unseren Glauben zu bekennen:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.
Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben.
Hinabgestiegen in das Reich des Todes.

Am dritten Tage auferstanden von den Toten.

Aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.
Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist; die Heilige Christliche Kirche;

Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.


Wir wollen gemeinsam vor der Predigt das nächste Lied „Es kennt der Herr die Seinen“ hören. Sie sind herzlich eingeladen, den angeschlagenen Text dazu zu meditieren.
Am Ausgang sammeln wir für die Diakonie der Gemeinde.
Von Musik begleitet meditieren wir nun vor der Predigt über das nächste Lied „Es kennt der HERR die Seinen“ mit drei Strophen.

Lied vor der Predigt

Liturg/in
Predigt zu Hiob Kapitel eins und zwei. (Onlineversion)

Ich lade Sie herzlich ein, die Kapitel eins mit allen Versen und  zwei, die Verse eins bis zehn aus dem Buch Hiob zu lesen und dann mit mir über folgenden Fragen zu meditieren.
Dabei bleiben die gestellten Fragen ohne eine direkte Antwort und Sie sind eingeladen, einmal zu schauen, welche Ideen und Gedanken Sie zu den Themen haben.

„Es war ein Mann im Lande Uz, sein Name war Hiob. Und dieser Mann war rechtschaffen und redlich und gottesfürchtig und mied das Böse.“
So beginnt das Buch Hiob seinen Text. Das von einem Mann die Rede ist, dass ist etwas Besonderes. Im alten/ersten Testament ist vom Volk Israel und seinem Verhalten die Rede. Hier wird erstmals von einem konkreten Menschen und seinem Verhalten gesprochen.
Trotzdem erzählt das Buch Hiob nicht die Lebensgeschichte eines Menschen, der tatsächlich gelebt hat. Er ist, wie heute in einem Theaterstück oder in einer Filmgeschichte, eine ausgedachte Figur, die viel erlebt und auf die Erlebnisse reagiert.
Wir können uns also mit seinem Verhalten auseinandersetzen und uns zunächst fragen:
Was bedeutete es damals für diesen Menschen und was bedeutet es für mich heute, rechtschaffen, redlich und gottesfürchtig zu sein und das sogenannte Böse zu meiden? Sind das Begriffe, die in unserer heutigen Welt noch die Bedeutung haben, wie in der damaligen Welt? Wie würde man es mit heutigen Worten, vielleicht auch anders, sagen können?
Hiob erlebt zunächst, dass es ihm gut geht. Er möchte auch, dass es anderen Menschen, ganz besonders seinen Kindern gut geht. Um dies sicherzustellen, opfert er Brandopfer für seine Kinder, um Gott gnädig zu stimmen. Welches Bild von der Familie und welches Gottesbild hat Hiob am Anfang der Erzählung?
Welche Bedeutung hat das Brandopfer an dieser Stelle? Es könnte alles so schön sein. Alles wäre in Ordnung. Doch dann kommen Störungen, das Leben wird durcheinandergebracht, durcheinandergewürfelt oder gestört. Der „Diabolos“, der Durcheinanderwürfler oder auch „Satanas“, der Störer erscheint.
Welche Beobachtungen haben die Menschen damals in ihrem Leben gemacht, dass sie die Figur des Teufels entdeckt haben?
Der Satan erscheint vor Gott und beide unterhalten sich. Wie sehen sie das? Sprechen hier zwei gleichberechtige Partner miteinander? Wie sieht es mit dem Gottesbild, mit Gottes Allmacht an dieser Stelle aus?
Der Satan kommt in der Szene gerade vom Umherstreifen und Umherwandern auf der Erde in die Versammlung. Was können wir hören, wo sich der Teufel - wo sich das Böse - in der Welt auch heute aufhält?
Der Teufel als die Figur des Bösen hat die Absicht zu trennen. Er will Gott und Menschen und auch die Menschen untereinander trennen.
Hiob hat eine Beziehung zu Gott. Er hat erlebt, dass es ihm gut geht, wenn er sich an die Regeln hält, wenn er also redlich, rechtschaffen und gottesfürchtig ist. Doch ist es das alleine?
Geht es Hiob nur um ein gutes Leben oder ist ihm diese Beziehung zu Gott besonders wichtig?
Der Teufel will aufdecken, dass Hiob mit Absicht so handelt.
Er behauptet gegenüber Gott: „Der Hiob, dein „Musterknabe“, der nutzt dich aus. Der handelt nur so, damit du ihm ein gutes Leben gewährst. Wenn du ihm das wegnimmst, dann wirst du schon sehen, was von deinem „Musterknaben“ übrig bleibt.“
Wie empfinden Sie dieses Verhalten des Teufels?
Manche sagen, dass Gott und der Teufel hier eine Wette eingehen, denn Gott hält der Rede des Teufels entgegen: „Egal, was du Hiob auf der Erde auch antust; ob du ihn in seelische Verzweiflung stürzt oder im große körperliche Schmerzen bereitest oder anders folterst, er wird nicht von mir ablassen.“
Wie sehen Sie das, dass Gott in der Geschichte dem Teufel freie Hand läßt, dem Menschen Hiob egal welche Schmerzen zu bereiten?

Die Geschichte erlebt eine Steigerung. In der ersten Stufe verliert Hiob Familie und Vermögen, also alle irdischen „Reichtümer“, die er hatte. Doch er läßt nicht von der Beziehung mit Gott ab.
Gott und der Teufel treffen sich, um über dieses Ergebis zu reden.
Gott sagt: „Siehe, Teufel, ich habe recht gehabt.“ Doch der entgegnet: „Kann sein. Ich bin aber noch nicht fertig. Hiob hat noch seine Gesundheit. Die kann ich ihm auch noch nehmen.
Dann werden wir wirklich sehen, wie es um eure Beziehung bestellt ist.“ Auch das erlaubt Gott ihm.
Im Laufe dieser Unterhaltung sagt Gott auch zum Teufel: „Und noch hält er (Hiob) fest an seiner Rechtschaffenheit. Und dabei hättest du mich gegen ihn aufgereizt, ihn ohne Grund zu verschlingen.“
Wie ist das in der Geschichte einzuordnen, das Gott sich von Teufel offenbar zu etwas so Schädlichem verleiten läßt?

Nachdem der Teufel mit seinem Werk fertig ist, also Hiob auch noch seine Gesundheit genommen hat, steht Hiob tatsächlich ohne alles da, was ein gutes und gesundes irdisches Leben ausmacht.
Zuletzt hält seine Frau ihm eine Spiegel vor und sagt: „Das mit deiner Beziehung zu Gott, das war´s nicht. Schau dich an, was du davon hast. Siehe es ein und gib auf. Fluche Gott und stirb“.
Doch Hiob läßt sich davon nicht beeindrucken. Er sagt: „Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, der Name des Herrn sei gepriesen“ und „Das Gute nehmen wir von Gott an, da sollen wir das Böse nicht auch annehmen?
Wie ist das Verhältnis von Gut und Böse? Nimmt Hiob das Böse aus Gottes Hand, weil dieser dem Teufel frei Hand gibt?

Hiob bleibt dabei. Trotz aller Leiden läßt er nicht von seiner Beziehung zu Gott ab. Hat Gott jetzt die Wette mit dem Teufel gewonnen?
So kann man das nicht sagen. Der Teufel hat sein Werk getan und kommt in der weiteren Geschichte nicht mehr vor.
Doch jetzt kommen die Freunde von Hiob. Sie wollen ihm helfen, ihm beistehen und ihm erklären, warum Hiob das alles passiert ist.
In der nächsten Predigt am 30. August werden wir hören, wie Hiob darauf antwortet.
Soviel sei verraten, solche Freunde, wie Hiob sie hat, die möchte man lieber nicht haben.


Musikmeditation

Presbyter/in (Mitteilungen)
Folgendes möchte ich Ihnen noch mitteilen:
Wir danken Ihnen für die Kollekten der Gottesdienste am letzten Sonntag, den 28. Juni 2020.
Es waren für das Telefonseelsorge Wuppertal 151,10 EURO und für das Johanneum 63,91 EURO.
Gott segne Geber und Gaben und all das was mit diesen Gaben geschieht!
Heute sammeln wir zum einen für die Diakonie unserer Gemeinde.
Immer wieder geraten Menschen in unserer Gemeinde in finanzielle Schwierigkeiten. In begründeten Fällen bemühen wir uns um Abhilfe.
Zum anderen sammeln wir für die Kindergärten in unserer Gemeinde, denen wir uns sehr verbunden fühlen.

Wir laden herzlich ein zu den Gottesdiensten in unserer Gemeinde
am Sonntag, den 12. Juli 2020, um 9.30 Uhr in der Lichtenplatzer Kapelle und um 11.00 Uhr im Gemeindezentrum Petruskirche, jeweils mit Pfr. Seim.


Liturg/in (Abkündigungen)
Liebe Gemeinde, aus unserer Gemeinde sind verstorben und wurden mit dem Bekenntnis zur Hoffnung auf die Auferstehung beerdigt:
Frau Siegried Czerny, geb. Adomeit, 81 Jahre alt,
Frau Irene Steinhard-Mennecken, geb. Henkhaus, 90 Jahre alt

Der HERR nehme sie in Gnaden an.
Er tröste die Trauernden durch sein Evangelium.
Er lasse uns alle das Ziel unseres Lebens bedenken.
Leben wir, so leben wir dem HERRN.
Sterben wir, so sterben dem HERRN.
Darum, ob wir leben oder sterben, wir gehören dem HERRN.
Amen.


Liturg/in (Fürbitte, A Liturg/in, B Presbyter/in)

A Wir wollen nun Fürbitte halten. (Handzeichen)
Wir bitten dich, barmherziger Gott,
in diesen Tagen, wo die Sommerferien begonnen haben,
für uns alle, die Urlaub brauchen oder herbeisehnen:

B Lehre uns die Zeit, die du uns schenkst,
durch Aufatmen, Ruhe und Muße zu füllen,
an jedem Ort, in der Ferne oder auch zuhause;

A Sei du vor allem bei denen, für die Urlaub und Erholung
Fremdworte bleiben, weil sie täglich um ihre Zukunft bangen
müssen, die von ihrer Hände Arbeit sich und andere zu ernähren
haben und sich keine Unterbrechung leisten können ohne
ihr Leben zu gefährden.

B Wir bitten dich, barmherziger Gott,
für alle, die in diesen Monaten ihrer Rechte beraubt werden, wo
in vielen Ländern die Corona-Gefahr zum Vorwand wird,
- um gegen Demonstrantinnen und Demonstranten vorzugehen
- um Menschen in Gefängnissen bewusst zu gefährden
- um gezielt gegen die Presse- und Meinungsfreiheit
vorzugehen.
- um Gesetze zur Unterdrückung von Oppositionsbewegungen
zu erlassen.

A Hilf uns und allen, die für die Rechte dieser Opfer weltweit
eintreten, damit das Böse in seine Schranken gewiesen wird
und Freiheit und Menschenwürde wieder hervortreten können,
um deines Namens und deiner geknechteten Menschen willen!
In der Stille der kommenden Minute bringen wir vor dich, was
uns für andere Menschen und auch für uns besonders bewegt.

(Stille)

Du Gott kennst unsere Ängste.
Du weißt unseren Weg.
Du führst uns zum Ziel.
Gott, erhöre uns, wenn wir jetzt gemeinsam beten:

Unser Vater im Himmel
geheiligt werde dein Name
dein Reich komme
dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden
unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unserer Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen
den dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit
Amen

Und nun geht in diesen Sonntag und die kommende Woche mit Gottes Segen.
DER HERR SEGNE DICH UND BEHÜTE DICH
DER HERR LASSE SEIN ANGESICHT LEUCHTEN ÜBER DIR UND SEI DIR
GNÄDIG
DER HERR ERHEBE SEIN ANGESICHT AUF DICH UND GEBE DIR FRIEDEN

Gemeinde
„Amen,“

Liturg/in (Lied zum Ausgang)
Wir hören noch die Musik zum Ausgang:

Musik zum Ausgang




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